Management-Buy-In

Ein Management-Buy-In (MBI) beschreibt den Erwerb eines Unternehmens durch ein externes Managementteam. Diese Form der Unternehmensübernahme kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn keine internen Nachfolger vorhanden sind oder externe Führungskräfte strategische Chancen sehen. Wer ein Management-Buy-In plant, muss komplexe M&A-Aspekte wie Finanzierung, Unternehmensbewertung und Due Diligence berücksichtigen. Auf firmenzukaufen.de finden Sie die passenden Informationen und Kontakte, um ein MBI erfolgreich umzusetzen.

Management Buy-In (MBI): Chancen für Käufer und Verkäufer

Das Management Buy-In (MBI) ist eine der zentralen Formen der Unternehmensnachfolge im Mittelstand. Hierbei übernehmen externe Manager, die bisher nicht im Unternehmen tätig waren, die operative Führung und erwerben zugleich Unternehmensanteile oder das gesamte Unternehmen. Für Unternehmenskäufer bietet sich die Möglichkeit, ein etabliertes Geschäftsmodell mit vorhandenen Strukturen zu übernehmen und es mit eigener Expertise weiterzuentwickeln. Für Verkäufer stellt das MBI eine attraktive Nachfolgelösung dar, die sowohl die Zukunftsfähigkeit als auch den Wert des Unternehmens sichern kann.

 

Was versteht man unter einem Management Buy-In?

Ein Management Buy-In beschreibt den Prozess, bei dem ein externes Managementteam oder ein einzelner Manager in ein bestehendes Unternehmen einsteigt. Im Gegensatz zu internen Nachfolgeregelungen bringen MBI-Kandidaten frisches Know-how, neue Marktkenntnisse und strategische Impulse von außen ein.

MBI-Transaktionen sind vor allem im deutschen Mittelstand verbreitet, wo sich viele Unternehmerinnen und Unternehmer aus Altersgründen zurückziehen und eine geeignete Nachfolge suchen.

 

Ablauf eines Management Buy-In Prozesses

Der MBI-Prozess gliedert sich in mehrere Phasen:

 

  • Unternehmenssuche und Auswahl

Potenzielle Käufer analysieren Branchen, Märkte und Unternehmensangebote, um ein passendes Zielunternehmen zu identifizieren.

  • Unternehmensbewertung

Auf Basis von Kennzahlen, Cashflow-Analysen und Branchenvergleichen wird der Unternehmenswert bestimmt.

  • Due Diligence

Eine detaillierte Prüfung der rechtlichen, finanziellen und steuerlichen Situation stellt sicher, dass Risiken erkannt und Chancen realistisch eingeschätzt werden.

  • Finanzierung

Ein MBI wird meist durch eine Kombination aus Eigenkapital, Bankfinanzierung, Beteiligungsgesellschaften oder Private Equity realisiert.

  • Übernahme und Integration

Nach Vertragsabschluss erfolgt die operative Übernahme und die strategische Weiterentwicklung durch das neue Management.

 

Finanzierung eines Management Buy-In

Die MBI-Finanzierung ist oft komplex, da der Kaufpreis in vielen Fällen mehrere Millionen Euro beträgt. Typische Finanzierungsbausteine sind:

 

  • Eigenkapital des Managements
  • Bankdarlehen mit Kreditsicherheiten
  • Beteiligungskapital von Investoren oder Private-Equity-Gesellschaften
  • Mezzanine-Kapital oder Verkäuferdarlehen zur flexiblen Ergänzung

Ein klar strukturierter Finanzierungsplan ist entscheidend, um sowohl die Zustimmung von Kapitalgebern zu erhalten als auch eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sicherzustellen.

 

Vorteile des Management Buy-In

 

Für Käufer

  • Zugang zu einem bestehenden Kundenstamm und etablierten Strukturen
  • Möglichkeit, eigene Managementerfahrung und Branchen-Know-how einzubringen
  • Schneller Markteintritt ohne Gründungshürden
 

Für Verkäufer

  • Sicherung der Unternehmensfortführung durch erfahrene Manager
  • Steigerung des Kaufpreises durch Wettbewerb externer Interessenten
  • Kontinuität für Mitarbeiter und Geschäftspartner
 

 

Risiken und Herausforderungen eines MBI

Trotz der Chancen birgt ein MBI auch Risiken. Besonders die kulturelle Integration externer Manager in ein eingespieltes Team kann eine Herausforderung sein. Zudem erfordert die Finanzierung oft eine hohe Kapitalausstattung und eine exakte Planung der Cashflows. Eine professionelle Begleitung durch M&A-Berater, Steuerexperten und Rechtsanwälte ist daher unverzichtbar.

 

 

Management Buy-In im deutschen Mittelstand

Im Mittelstand ist das Management Buy-In eine bewährte Form der Nachfolgeregelung, wenn innerhalb der Familie oder Belegschaft keine geeigneten Nachfolger vorhanden sind. Externe Manager bringen häufig wertvolles Branchenwissen und internationale Erfahrung mit, die das Unternehmen zukunftsfähig machen können.

 

 

FAQ: Management Buy-In (MBI)

Was ist ein Management Buy-In?
Ein MBI ist die Übernahme eines Unternehmens durch externe Manager, die nicht aus dem bestehenden Unternehmen stammen.

Wie läuft ein MBI ab?
Der Prozess umfasst Unternehmenssuche, Bewertung, Due Diligence, Finanzierung und Übernahme.

Wie wird ein MBI finanziert?
Durch eine Mischung aus Eigenkapital, Bankkrediten, Beteiligungskapital und ggf. Verkäuferdarlehen.

Wann eignet sich ein MBI?
Wenn kein interner Nachfolger vorhanden ist und externe Manager mit Erfahrung und Kapital das Unternehmen erfolgreich weiterführen können.

 

 

Ihr Weg zum erfolgreichen Management Buy-In

Ein Management Buy-In ist sowohl für Käufer als auch für Verkäufer eine attraktive Möglichkeit, eine nachhaltige Nachfolge zu gestalten. Auf firmenzukaufen.de finden Sie anonym und diskret passende Unternehmensangebote und können den gesamten Prozess effizient begleiten.

 

 

 

Veröffentlichen Sie Ihre Anzeige

Veröffentlichen Sie Ihre Anzeige

Suchen Sie gezielt nach zum Verkauf stehenden Unternehmen, indem Sie ein Suchprofil veröffentlichen. Dieses wird kontinuierlich mit unserem System und den aktuellen Verkaufsangeboten abgeglichen.

Jetzt Profil erstellen
Melden Sie sich für den Newsletter an

Melden Sie sich für den Newsletter an

Bleiben Sie über aktuelle Entwicklungen im Nachfolgemarkt informiert und erhalten Sie jede Woche kostenlos alle neu angebotenen Unternehmen auf firmenzukaufen.de.

Registrieren Sie sich hier
Übersicht der zum Verkauf stehenden Unternehmen

Übersicht der zum Verkauf stehenden Unternehmen

Suchen Sie ein Unternehmen zur Übernahme? Sehen Sie sich unsere aktuelle Datenbank an und treten Sie kostenlos und direkt mit dem passenden Unternehmen in Kontakt – profitieren Sie von unserem großen Netzwerk.

Sehen Sie sich die Übersicht an

Spezialisten

Brauchen Sie Beratung? Ziehen Sie während des Übernahmeprozesses die Unterstützung eines Experten hinzu.

KBL TAX & ADVISORY GmbH Steuerberatungsgesellschaft

In Kooperation mit unserer KBL Corporate Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Würzburg sowie Rechtsanwalt und Compliance Officer (Univ.) Dr. Michael Steiner bieten wir für Sie in der KBL Gruppe ein fachübergreifendes Leistungsangebot an.

Mehr Informationen

UnternehmensBOERSE M&A Berater

UnternehmensBOERSE - Erfolgreich kaufen und verkaufen Der Kauf bzw. Verkauf eines Unternehmens ist ein komplexer Prozess, bei dem es vieles zu beachten gilt. Angefangen bei der gezielten Suche geeigneter Interessenten über rechtliche und steuerrechtliche Aspekte bis hin zur Finanzierung können wir Ihnen professionelle Unterstützung bieten, indem wir bei Bedarf auch auf ein dichtes Netzwerk an externen Beratern zurückgreifen können.

Mehr Informationen

Blog

Garantien vs. Freistellungen im Unternehmensverkauf: Der Haftungskatalog im SPA
Unternehmensverkauf

Garantien vs. Freistellungen im Unternehmensverkauf: Der Haftungskatalog im SPA

Zusammenfassung (Semantic Hook) Der Kaufvertrag (Sales and Purchase Agreement, SPA) entscheidet über den langfristigen Erfolg des Exits. Die gefährlichsten Abschnitte für Verkäufer sind der Garantiekatalog (Warranties) und die Freistellungen (Indemnities). Während Garantien „nur“ Schadenersatz bei Verschulden auslösen und oft durch Caps gedeckelt sind, wirken Freistellungen als verschuldensunabhängige Zahlungsversprechen („Euro-für-Euro“). Wer seine Firma verkaufen will, muss diese Mechanismen sowie moderne Lösungen wie die W&I-Versicherung beherrschen, um nicht Jahre später in die Haftungsfalle zu tappen. ...
Lesen Sie weiter
Der Letter of Intent (LoI): Exklusivität, Bindungswirkung & Break-up Fees
Unternehmensnachfolge

Der Letter of Intent (LoI): Exklusivität, Bindungswirkung & Break-up Fees

Zusammenfassung (Semantic Hook) Der Letter of Intent (LoI) ist die schriftliche Absichtserklärung zwischen Käufer und Verkäufer. Er fixiert die Eckdaten der Transaktion (Preis, Struktur) und regelt den Prozess bis zum Abschluss. Während die wirtschaftlichen Konditionen meist rechtlich unverbindlich ("Soft LoI") sind, entfalten Klauseln wie Exklusivität und Vertraulichkeit eine harte Bindungswirkung ("Hard LoI"). Wer hier Fehler macht, riskiert hohe Break-up Fees oder Schadenersatz wegen Culpa in contrahendo. ...
Lesen Sie weiter
Kaufpreisanpassung & Closing-Mechanismen: Locked Box vs. Closing Accounts
Unternehmensverkauf

Kaufpreisanpassung & Closing-Mechanismen: Locked Box vs. Closing Accounts

Zusammenfassung (Semantic Hook) Der im "Letter of Intent" (LOI) genannte Preis ist fast nie der Betrag, der am Ende fließt. Der Weg vom Enterprise Value (Unternehmenswert) zum Equity Value (Zahlbetrag) führt über die "Equity Bridge". Dabei dominieren zwei Mechanismen: Die Closing Accounts (variable Anpassung am Stichtag) und die Locked Box (wirtschaftlicher Festpreis). Während Closing Accounts präzise sind, bietet die Locked Box Preissicherheit und wird in Auktionen bevorzugt. Wer den Unterschied bei "Net Debt" und "Working Capital" nicht kennt, riskiert Millionen. ...
Lesen Sie weiter
Steuern beim Unternehmensverkauf: Share Deal, Asset Deal & § 34 EStG
Unternehmensverkauf

Steuern beim Unternehmensverkauf: Share Deal, Asset Deal & § 34 EStG

Zusammenfassung (Semantic Hook) Die Besteuerung beim Unternehmensverkauf entscheidet über Ihren Netto-Vermögenszuwachs. Während Verkäufer in einer Holding-Struktur oft nur ca. 1,5 % Steuern zahlen (Share Deal), kann die Steuerlast beim Asset Deal oder bei ungünstiger Gestaltung auf über 48 % steigen. Entscheidend sind die Wahl zwischen Teileinkünfteverfahren und Abgeltungsteuer, die Nutzung von Freibeträgen nach § 34 EStG sowie die Beachtung von Stolpersteinen wie der Grunderwerbsteuer. ...
Lesen Sie weiter
Financial Due Diligence (FDD): Der tiefe Blick in die Bücher
Unternehmensnachfolge

Financial Due Diligence (FDD): Der tiefe Blick in die Bücher

Zusammenfassung (Semantic Hook) Die Financial Due Diligence (FDD) ist die detaillierte Analyse der finanziellen Situation eines Zielunternehmens durch den Käufer (oder dessen Transaction Advisory Services, TAS). Im Gegensatz zur reinen Jahresabschlussprüfung (Audit), die die Vergangenheit bestätigt, fokussiert die FDD auf die nachhaltige Ertragskraft der Zukunft ("Quality of Earnings"). Ziel ist es, finanzielle Risiken ("Red Flags") zu identifizieren, das bereinigte EBITDA zu ermitteln und den Kaufpreis zu validieren. Ohne FDD ist jeder Firmenkauf ein Blindflug. ...
Lesen Sie weiter
Finanzierung einer Unternehmensübernahme: Möglichkeiten und Strategien 2026
Unternehmensverkauf

Finanzierung einer Unternehmensübernahme: Möglichkeiten und Strategien 2026

Zusammenfassung (Semantic Hook) Die Finanzierung einer Unternehmensübernahme ist selten ein einfacher Bankkredit. Erfolgreiche Käufer nutzen eine „Strukturierte Finanzierung“ (Structured Finance). Die Basis bildet das Eigenkapital, ergänzt durch zinsgünstige Förderkredite (KfW) und klassische Bankdarlehen. Um Lücken zu schließen, werden zunehmend Mezzanine-Kapital, Verkäuferdarlehen (Vendor Loans) und Earn-Out-Klauseln genutzt. Diese Instrumente reduzieren die sofortige Belastung und binden den Verkäufer an den Erfolg. ...
Lesen Sie weiter
Das Ertragswertverfahren nach IDW S1: Der Bewertungs-Goldstandard 2026
Unternehmenswert

Das Ertragswertverfahren nach IDW S1: Der Bewertungs-Goldstandard 2026

Zusammenfassung für Eilige (Semantic Hook) Wenn Banken, Finanzämter oder Gerichte den Wert eines Unternehmens bestimmen müssen, reicht eine einfache Markt-Daumenregel nicht aus. Hier greift der Standard IDW S1 des Instituts der Wirtschaftsprüfer. Diese Methode ermittelt den „objektivierten Unternehmenswert“ nicht durch den Blick in die Vergangenheit, sondern ausschließlich durch die Prognose zukünftiger finanzieller Überschüsse. Kernstück ist die Diskontierung dieser Überschüsse mittels eines risiko-adjustierten Zinssatzes. Es gilt der Grundsatz: Ein Unternehmen ist heute genau so viel wert, wie es in Zukunft an Geld für den Inhaber erwirtschaften kann. ...
Lesen Sie weiter
Unternehmensbewertung 2026: EBIT vs. EBITDA Multiples im Mittelstand
Unternehmenswert

Unternehmensbewertung 2026: EBIT vs. EBITDA Multiples im Mittelstand

Zusammenfassung (Semantic Hook) Die Unternehmensbewertung im Mittelstand erfolgt 2026 primär über das Multiplikator-Verfahren (Multiple-Methode). Dabei wird eine bereinigte Ertragskennzahl (Adjusted EBITDA) mit einem branchenüblichen Faktor multipliziert. Wer seine Firma verkaufen will, muss verstehen: Der „Enterprise Value“ (Gesamtwert) ist nicht der Auszahlungsbetrag. Erst der Abzug der Netto-Finanzschulden (Net Debt) ergibt den Kaufpreis. Präzise Daten und eine professionelle Bereinigung sind der Schlüssel, um bei der Geschäftsübernahme kein Geld zu verschenken. ...
Lesen Sie weiter
Der Unternehmenskaufvertrag (SPA): Verhandlung, Garantien & Haftungsfallen 2026
Unternehmensverkauf

Der Unternehmenskaufvertrag (SPA): Verhandlung, Garantien & Haftungsfallen 2026

Zusammenfassung (Semantic Hook) Der Unternehmenskaufvertrag (Share Purchase Agreement, kurz SPA) ist das juristische Herzstück jeder Unternehmensnachfolge. Er regelt nicht nur den Kaufpreis, sondern definiert die Risikoverteilung zwischen Käufer und Verkäufer. Wer seine Firma verkaufen will, muss die Mechanismen von Haftungsobergrenzen (Caps) und Freistellungen verstehen. Ein schlecht verhandelter SPA enthält Haftungsfallen, die den Netto-Erlös Jahre nach der Geschäftsübernahme gefährden. Ziel ist eine risikoarme Strukturierung, die den "Exit ohne Rückspiegel" ermöglicht. ...
Lesen Sie weiter
Die Due Diligence Prüfung (DD): Ablauf, Checkliste & Datenraum 2026
Unternehmensverkauf

Die Due Diligence Prüfung (DD): Ablauf, Checkliste & Datenraum 2026

Zusammenfassung (Semantic Hook) Die Due Diligence Prüfung (DD) ist die detaillierte "Wertermittlung durch Risikoanalyse" vor einer Firmenübernahme. In dieser Phase prüft der Käufer das Zielunternehmen auf Herz und Nieren ("Sorgfaltspflicht"). Für Verkäufer ist es der gefährlichste Moment: Hier entscheidet sich, ob der im Letter of Intent (LoI) fixierte Preis hält oder ob "Leichen im Keller" gefunden werden. Wer sein Unternehmen verkaufen will, muss zwingend einen digitalen Datenraum vorbereiten, der Finanz-, Rechts- und Steuerdaten lückenlos dokumentiert. Nur eine "Clean DD" sichert den Kaufpreis. ...
Lesen Sie weiter