Unternehmensverkauf im Mittelstand: Ablauf, Bewertung und Nachfolge

Der Unternehmensverkauf ist die strukturierte Übergabe eines Betriebs an einen Nachfolger, meist als Share Deal oder Asset Deal. Auf dieser Seite finden Sie einen klaren Fahrplan, zentrale Bewertungslogik und die wichtigsten Unterlagen für einen professionellen Verkaufsprozess.

Ablauf eines Unternehmensverkaufs

Ein Unternehmensverkauf folgt in der Praxis einem klar strukturierten Ablauf, der je nach Unternehmensgröße, Branche und Transaktionsform variiert. Von der Vorbereitung bis zur Übergabe vergehen im Mittelstand häufig mehrere Monate, in komplexeren Fällen auch über ein Jahr.


1. Ziele und Verkaufsstrategie definieren

Zu Beginn werden die persönlichen, finanziellen und zeitlichen Ziele des Inhabers festgelegt. In dieser Phase, die typischerweise wenige Wochen in Anspruch nimmt, wird entschieden, ob ein vollständiger Verkauf, ein Teilverkauf oder eine schrittweise Übergabe angestrebt wird und welche Rolle der Verkäufer nach der Transaktion einnehmen soll.

 

2. Verkaufsfähigkeit und Schwachstellen analysieren

Im nächsten Schritt wird das Unternehmen aus Sicht eines potenziellen Käufers betrachtet. Über einen Zeitraum von mehreren Wochen bis wenigen Monaten werden Abhängigkeiten vom Inhaber, Kunden- oder Lieferantenkonzentrationen sowie organisatorische Schwachstellen identifiziert und, soweit möglich, behoben.

 

3. Unternehmensbewertung und Preisbandbreite ermitteln

Auf Basis der bereinigten Finanzzahlen wird eine erste Unternehmensbewertung erstellt. Dieser Schritt umfasst in der Regel mehrere Wochen und dient dazu, eine realistische Kaufpreisbandbreite festzulegen, die sowohl marktüblich als auch verhandlungsfähig ist.

 

4. Transaktionsform festlegen

Parallel zur Bewertung wird entschieden, ob der Verkauf als Share Deal oder Asset Deal erfolgen soll. In dieser Phase werden rechtliche, steuerliche und wirtschaftliche Auswirkungen geprüft, was je nach Komplexität einige Wochen in Anspruch nehmen kann.

 

5. Verkaufsunterlagen und Datenraum vorbereiten

Für die Ansprache potenzieller Käufer werden ein anonymes Kurzprofil sowie detaillierte Verkaufsunterlagen erstellt. Gleichzeitig wird ein strukturierter Datenraum aufgebaut, was erfahrungsgemäß mehrere Wochen beansprucht und die Grundlage für einen reibungslosen weiteren Prozess bildet.

 

6. Käufer identifizieren und gezielt ansprechen

Anschließend beginnt die diskrete Ansprache geeigneter Käufergruppen. Diese Phase kann sich über mehrere Wochen bis Monate erstrecken, da die Auswahl qualifizierter Interessenten und erste Gespräche sorgfältig geführt werden müssen.

 

7. Angebotsphase und Vorverhandlungen

Interessierte Käufer geben indikative Angebote ab, auf deren Basis erste wirtschaftliche Eckpunkte verhandelt werden. Diese Phase dauert häufig einige Wochen und dient der Eingrenzung auf einen oder wenige ernsthafte Kaufinteressenten.

 

8. Due Diligence durchführen

In der anschließenden Unternehmensprüfung analysiert der Käufer die finanziellen, rechtlichen, steuerlichen und operativen Verhältnisse. Je nach Umfang der Prüfung nimmt diese Phase meist mehrere Wochen in Anspruch und ist entscheidend für die finale Kaufpreisfindung.

 

9. Vertragsverhandlung und Signing

Nach Abschluss der Due Diligence wird der Unternehmenskaufvertrag ausgearbeitet und verhandelt. Die Abstimmung von Kaufpreis, Garantien und Haftungsregelungen erstreckt sich in der Praxis häufig über mehrere Wochen.

 

10. Closing und Übergabe

Mit dem Closing erfolgt die Kaufpreiszahlung und die formale Übergabe des Unternehmens. Die anschließende Übergangs- und Einarbeitungsphase kann sich, abhängig von Vereinbarungen und Komplexität, über mehrere Wochen oder Monate erstrecken.

 

Hinweis:
Eine frühzeitige und strukturierte Vorbereitung reduziert Verzögerungen im Verkaufsprozess und erhöht die Planungssicherheit für alle Beteiligten.

Unternehmensbewertung und Kaufpreislogik

Die Unternehmensbewertung ist die zentrale Grundlage jeder Kaufpreisverhandlung. Im Mittelstand orientiert sich der erzielbare Kaufpreis weniger an vergangenen Umsätzen als an der nachhaltig erzielbaren Ertragskraft und den zukünftigen Perspektiven des Unternehmens. Ziel ist eine realistische, nachvollziehbare Preisbandbreite, die sowohl für Verkäufer als auch für Käufer wirtschaftlich tragfähig ist.

 

Bewertungsmethoden im Überblick

Bewertungsmethode
Geeignet für Typische Fallstricke
Ertragswertverfahren Etablierte Unternehmen mit stabilen Erträgen Zu optimistische Annahmen zur Zukunft
Multiplikatorverfahren (EBIT/EBITDA) Vergleichbare Unternehmen und Markttransaktionen Unpassende Vergleichsunternehmen
Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF) Unternehmen mit planbaren Cashflows Hohe Abhängigkeit von Prognosen
Substanzwertverfahren Vermögensintensive Unternehmen
Vernachlässigung der Ertragskraft

 

 

 

Normalisierung der Ergebnisse

Vor der eigentlichen Bewertung müssen die historischen Finanzzahlen bereinigt werden, um die tatsächliche Ertragskraft des Unternehmens darzustellen. Käufer bewerten nicht die Vergangenheit, sondern die nachhaltig erzielbaren Ergebnisse.

 

Typische Normalisierungen im Mittelstand sind:

  • Anpassung von Geschäftsführergehältern auf ein marktübliches Niveau
  • Herausrechnung einmaliger oder betriebsfremder Aufwendungen
  • Korrektur nicht marktüblicher Mieten, Leasing- oder Lizenzkosten
 

Je transparenter diese Bereinigungen dokumentiert sind, desto geringer ist das Risiko späterer Kaufpreisanpassungen oder langwieriger Diskussionen in der Due Diligence.

 

Unternehmenswert berechnen: Eine fundierte Bewertung schafft Klarheit über die realistische Kaufpreisbandbreite und unterstützt eine sachliche Verhandlungsführung.

 

Steuern beim Unternehmensverkauf

Die steuerliche Behandlung eines Unternehmensverkaufs hat wesentlichen Einfluss auf den Nettoerlös des Verkäufers. Welche Steuern anfallen, hängt insbesondere von der Rechtsform des Unternehmens und der gewählten Transaktionsstruktur ab. Eine frühzeitige steuerliche Einordnung ist daher ein zentraler Bestandteil der Verkaufsplanung.

 

Share Deal und Asset Deal – steuerliche Grundunterschiede

Share Deal (Verkauf von Gesellschaftsanteilen)
Beim Share Deal veräußert der Verkäufer seine Anteile an der Gesellschaft. Die Besteuerung richtet sich nach der Rechtsform und der Beteiligungshöhe; bei Kapitalgesellschaften können steuerliche Begünstigungen greifen. Für Käufer besteht der Nachteil darin, dass bestehende steuerliche Risiken der Gesellschaft übernommen werden.

 

Asset Deal (Verkauf einzelner Vermögenswerte)
Beim Asset Deal werden einzelne Wirtschaftsgüter und gegebenenfalls Verbindlichkeiten verkauft. Der Veräußerungsgewinn wird auf Ebene des Unternehmens besteuert, was zu einer höheren Gesamtsteuerbelastung führen kann. Käufer profitieren häufig von höheren Abschreibungsmöglichkeiten auf die erworbenen Assets.

 

Typische steuerliche Fehler und Hebel im Mittelstand

Die steuerlichen Auswirkungen werden im Mittelstand häufig unterschätzt oder zu spät berücksichtigt. Typische Punkte, die im Verkaufsprozess relevant werden, sind:

 

  • Unklare Trennung zwischen betrieblichem und privatem Vermögen
  • Nicht berücksichtigte stille Reserven bei einem Asset Deal
  • Fehlende Abstimmung zwischen Kaufpreisstruktur und Steuerwirkung
  • Unzureichende Vorbereitung bei der Entnahme von Immobilien oder Beteiligungen
  • Zu späte Einbindung steuerlicher Beratung in die Transaktionsplanung
 

Die optimale steuerliche Struktur lässt sich nicht pauschal festlegen, sondern ergibt sich aus der individuellen Ausgangslage des Unternehmens und der Ziele des Verkäufers. Änderungen an der Struktur sind zu einem späten Zeitpunkt meist nur noch eingeschränkt möglich.

 
 

Unterlagen und Datenraum beim Unternehmensverkauf

Ein professionell vorbereiteter Datenraum ist ein zentraler Erfolgsfaktor im Unternehmensverkauf. Er schafft Transparenz, beschleunigt die Due Diligence und reduziert das Risiko von Kaufpreisanpassungen oder Verzögerungen im Prozess. Je strukturierter und vollständiger die Unterlagen vorliegen, desto professioneller wird das Unternehmen von potenziellen Käufern wahrgenommen.

 

Checkliste für den Datenraum im Mittelstand

Die folgenden Unterlagen werden im Rahmen eines Unternehmensverkaufs typischerweise angefordert. Abweichungen ergeben sich je nach Branche, Unternehmensgröße und Transaktionsstruktur.

 

Finanzen

  • Jahresabschlüsse der letzten drei bis fünf Geschäftsjahre
  • Aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertungen
  • Planungsrechnungen und Liquiditätsübersichten
  • Übersicht bestehender Finanzierungen und Sicherheiten
 

Recht & Verträge

  • Gesellschaftsverträge und Gesellschafterlisten
  • Wesentliche Kunden- und Lieferantenverträge
  • Miet-, Leasing- und Lizenzverträge
  • Bestehende Rechtsstreitigkeiten oder Haftungsfälle
 

Personal

  • Organigramm und Führungsstruktur
  • Mitarbeiterlisten mit Funktionen und Vertragsarten
  • Bestehende Bonus-, Pensions- oder Beteiligungsmodelle
 

Geistiges Eigentum und IT

  • Marken, Patente, Schutzrechte
  • Softwarelizenzen und IT-Verträge
  • Dokumentation zentraler Systeme und Prozesse
 

Markt, Kunden und Lieferanten

  • Kundenstruktur und Umsatzverteilung
  • Informationen zu Schlüsselkunden und Abhängigkeiten
  • Lieferantenübersicht und Rahmenvereinbarungen
 
Ein frühzeitig aufgebauter Datenraum ermöglicht es, Anfragen von Interessenten effizient zu beantworten und Vertrauen in die Qualität der Unternehmensführung zu schaffen. Unvollständige oder ungeordnete Unterlagen wirken hingegen wertmindernd und verlängern den Verkaufsprozess.
 
Checkliste für den Unternehmensverkauf: Eine strukturierte Übersicht aller erforderlichen Unterlagen erleichtert die Vorbereitung des Datenraums und sorgt für einen reibungslosen Ablauf der Due Diligence.
 
 

Käufergruppen und Nachfolgeformen im Unternehmensverkauf

Nicht jeder Käufer verfolgt dieselben Ziele, und nicht jede Käufergruppe passt zu jedem Unternehmen. Die Wahl der passenden Käufergruppe beeinflusst Kaufpreis, Transaktionsstruktur, Verhandlungstiefe und die spätere Übergabe maßgeblich. Für Verkäufer ist es daher entscheidend, die unterschiedlichen Motive und Anforderungen realistisch einzuordnen.

 

Strategische Käufer

Strategische Käufer sind meist Unternehmen aus derselben oder einer angrenzenden Branche. Sie verfolgen mit dem Erwerb Ziele wie Markterweiterung, Synergieeffekte oder den Zugang zu neuen Technologien und Kunden. Aufgrund dieses strategischen Nutzens sind sie häufig bereit, höhere Kaufpreise zu zahlen, stellen jedoch erhöhte Anforderungen an Transparenz, Integration und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

 

Management-Buy-Out (MBO)

Beim Management-Buy-Out übernimmt das bestehende Managementteam das Unternehmen. Vorteilhaft ist die umfassende Kenntnis der internen Abläufe und der Unternehmenskultur, was einen reibungslosen Übergang begünstigt. Die Finanzierung erfolgt jedoch häufig über Fremdkapital oder Beteiligungspartner und muss frühzeitig strukturiert werden.

 

Management-Buy-In (MBI)

Ein Management-Buy-In liegt vor, wenn externe Führungskräfte das Unternehmen übernehmen. Diese Käufer bringen häufig Erfahrung aus vergleichbaren Situationen mit und setzen neue Impulse. Gleichzeitig besteht für Verkäufer ein höherer Abstimmungs- und Übergabebedarf, da sich das neue Management erst in Strukturen und Marktumfeld einarbeiten muss.

 

Finanzinvestoren (Private Equity)

Finanzinvestoren investieren mit dem Ziel, Unternehmen über einen begrenzten Zeitraum weiterzuentwickeln und später wieder zu veräußern. Sie legen besonderen Wert auf stabile Cashflows, Skalierbarkeit und eine leistungsfähige zweite Führungsebene. Die Kaufpreisfindung erfolgt stark kennzahlenbasiert und ist eng an Ertrags- und Wachstumsperspektiven gekoppelt.

 

Unternehmerfamilien und Family Offices

Unternehmerfamilien und Family Offices verfolgen häufig einen langfristigen Investitionsansatz. Neben der wirtschaftlichen Entwicklung spielen Kontinuität, Unternehmenskultur und nachhaltige Ausrichtung eine wichtige Rolle. Diese Käufergruppe ist besonders dann attraktiv, wenn der Erhalt des Unternehmens als Einheit im Vordergrund steht.

 

Existenzgründer und Einzelunternehmer

Existenzgründer oder Einzelunternehmer nutzen den Unternehmenskauf häufig als Einstieg in die Selbstständigkeit. Sie sind in der Regel stärker auf Fremdfinanzierung angewiesen und benötigen eine besonders transparente Darstellung der wirtschaftlichen Lage. Übergangs- und Einarbeitungsphasen sind bei dieser Käufergruppe von zentraler Bedeutung.

 

Welche Käufergruppe am besten geeignet ist, hängt von den Zielen des Verkäufers, der Unternehmensstruktur und den zukünftigen Entwicklungsperspektiven ab. Eine gezielte Ansprache erhöht nicht nur die Erfolgsaussichten der Transaktion, sondern beeinflusst auch Kaufpreis, Vertragsgestaltung und Übergabephase.

 

Käufer für Unternehmen finden: Eine strukturierte Käuferansprache erleichtert die Auswahl geeigneter Interessenten und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Transaktion.

 

 

Risiken, Garantien und Unternehmenskaufvertrag

Der Unternehmenskaufvertrag regelt die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Transaktion. Neben dem Kaufpreis stehen insbesondere Garantien, Haftungsregelungen und Freistellungen im Fokus der Verhandlungen. Ziel ist eine ausgewogene Risikoverteilung zwischen Käufer und Verkäufer.

 

Garantien und Freistellungen

Garantien sind vertragliche Zusicherungen des Verkäufers zur wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Situation des Unternehmens. Sie dienen dem Käufer dazu, bekannte und unbekannte Risiken abzusichern.

Freistellungen regeln die Haftung für klar definierte Risiken, die bereits vor Vertragsabschluss bekannt sind, etwa laufende Rechtsstreitigkeiten oder steuerliche Sachverhalte. In diesen Fällen übernimmt der Verkäufer das Risiko unabhängig von allgemeinen Haftungsgrenzen.

 

Haftungsbegrenzungen und Schwellenwerte

Um die Haftung kalkulierbar zu machen, werden im Unternehmenskaufvertrag verschiedene Begrenzungen vereinbart:

 

  • Haftungs-Cap: Obergrenze für die Gesamthaftung des Verkäufers
  • De-minimis: Mindestbetrag, ab dem einzelne Schadensfälle berücksichtigt werden
  • Basket: Schwellenwert, ab dem mehrere Schäden insgesamt geltend gemacht werden können
 

Diese Mechanismen dienen der Strukturierung von Risiken und sind marktüblich, insbesondere im Mittelstand.

 

Kaufpreisstruktur und Sicherungsmechanismen

Neben dem fixen Kaufpreis kommen häufig variable Komponenten zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem Earn-out-Regelungen, bei denen ein Teil des Kaufpreises an die zukünftige Entwicklung des Unternehmens gekoppelt ist. Ergänzend werden Sicherungsinstrumente wie Kaufpreiseinbehalte oder Garantiekonten vereinbart, um Haftungsansprüche abzusichern.

 

Der Umfang von Garantien und Haftungsregelungen hängt maßgeblich von der Verhandlungsposition, der Transparenz der Unterlagen und der Struktur der Transaktion ab. Eine sorgfältige Vorbereitung reduziert nicht nur das Haftungsrisiko, sondern beschleunigt auch die Vertragsverhandlungen.

 

 

Häufige Fragen zum Unternehmensverkauf

Wie lange dauert ein Unternehmensverkauf im Mittelstand?

Ein Unternehmensverkauf im Mittelstand dauert in der Regel zwischen sechs und zwölf Monaten. Der Zeitraum hängt von der Vorbereitung, der Komplexität des Unternehmens, der Käuferansprache und der Dauer der Due Diligence ab. Eine frühzeitige Strukturierung kann den Prozess deutlich verkürzen.

 

Wie wird der Kaufpreis eines Unternehmens ermittelt?

Der Kaufpreis wird auf Basis der nachhaltig erzielbaren Ertragskraft ermittelt. Im Mittelstand kommen vor allem Ertragswert- und Multiplikatorverfahren auf Basis von EBIT oder EBITDA zum Einsatz. Entscheidender als historische Umsätze sind stabile Cashflows und Zukunftsperspektiven.

 

Welche Steuern fallen beim Unternehmensverkauf an?

Die steuerliche Belastung hängt von der Rechtsform des Unternehmens und der Transaktionsstruktur ab. Beim Share Deal können steuerliche Begünstigungen greifen, während beim Asset Deal häufig eine höhere Steuerlast entsteht. Eine frühzeitige steuerliche Planung ist daher unerlässlich.

 

Welche Unterlagen werden für den Datenraum benötigt?

Typischerweise werden Jahresabschlüsse, betriebswirtschaftliche Auswertungen, Verträge, Mitarbeiterübersichten sowie Informationen zu Kunden, Lieferanten und Schutzrechten benötigt. Ein strukturierter Datenraum beschleunigt die Due Diligence und reduziert Rückfragen potenzieller Käufer.

 

Was ist der Unterschied zwischen Share Deal und Asset Deal?

Beim Share Deal werden Gesellschaftsanteile verkauft, beim Asset Deal einzelne Vermögenswerte. Der Share Deal ist rechtlich einfacher, birgt für Käufer jedoch höhere Haftungsrisiken. Der Asset Deal erlaubt eine gezielte Auswahl von Assets, ist steuerlich jedoch oft komplexer.

 

Welche Risiken regelt der Unternehmenskaufvertrag?

Der Unternehmenskaufvertrag regelt unter anderem Garantien, Freistellungen, Haftungsgrenzen sowie Kaufpreisanpassungen. Ziel ist eine ausgewogene Risikoverteilung zwischen Käufer und Verkäufer auf Basis der identifizierten Risiken.

Unternehmen verkaufen mit firmenzukaufen.de

Firmenzukaufen.de ist seit 2006 die führende Plattform für den Unternehmensverkauf in Deutschland. Mit unserem europaweiten Netzwerk und langjährigen Partnern in Belgien, den Niederlanden und Spanien bieten wir Verkäufern Zugang zu qualifizierten Interessenten – diskret, anonym und sicher.

Wenn Sie Ihr Unternehmen verkaufen möchten, nutzen Sie die Vorteile unserer Plattform: Vertrauen, Reichweite und eine seriöse Käuferauswahl.

 

 

  • 5.000 aktuelle Newsletter Abonnenten
  • Sichtbar für 1.000.000 Unternehmer
  • Durchschnittlich 12 Reaktionen pro Profil
  • Über 85.000 registrierte Nutzer in Europa
Unternehmensanzeige aufgeben

Unternehmensanzeige aufgeben

Gehen Sie aktiv auf die Suche nach dem idealen Käufer für Ihr Unternehmen. Ihre Anzeige wird anonym unseren 80.000 monatlichen Besuchern präsentiert – und erhöht Ihre Chancen, schnell den passenden Käufer zu finden.

Erstellen Sie Ihr Profil
Melden Sie sich für den Newsletter an

Melden Sie sich für den Newsletter an

Bleiben Sie über aktuelle Entwicklungen im Nachfolgemarkt informiert und erhalten Sie jede Woche kostenlos alle neu angebotenen Unternehmen auf firmenzukaufen.de.

Registrieren Sie sich hier
Anleitung und Dokumentenvorlage

Anleitung und Dokumentenvorlage

In diesem kostenlosen Dokument beschreiben wir den Prozess einer Unternehmensnachfolge Schritt für Schritt und geben Ihnen praktische Tipps, die Ihnen beim Verkauf Ihres Unternehmens helfen.

Laden Sie die Anleitung herunter

Brauchen Sie Hilfe? Wir sind für Sie da!

Sie möchten mehr über unsere Plattform erfahren, haben Fragen zur Unternehmensnachfolge oder wünschen weitere Informationen? Kontaktieren Sie uns – wir unterstützen Sie gerne!

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert Firmenzukaufen.de?

Firmenzukaufen.de ist eine Online-Plattform, die Käufer und Verkäufer von Unternehmen auf unkomplizierte Weise zusammenbringt. Die Plattform bietet eine große Auswahl an Unternehmen in verschiedenen Branchen und Preiskategorien. Sowohl Käufer als auch Verkäufer können ganz einfach eine Anzeige aufgeben. Interessenten können kostenlos auf Ihre Anzeige reagieren, sodass Sie direkt mit der passenden Partei in Kontakt treten.

 

Für weitere Informationen zum Erstellen einer Anzeige klicken Sie hier.

Wie verkaufe ich mein Unternehmen über Firmenzukaufen.de?

Sie verkaufen Ihr Unternehmen, indem Sie eine Anzeige mit Ihrem Unternehmensprofil aufgeben. Das Unternehmensprofil enthält eine Reihe fester Merkmale wie Branche, Region und eine textuelle Beschreibung Ihres Unternehmens. Eine Anzeige ist bei uns 100 % anonym – Ihre Kontaktdaten werden nicht weitergegeben und der Firmenname erscheint nicht in der Anzeige, auch nicht in der Beschreibung.

 

Die Anzeige mit Ihrem Unternehmensprofil ist Teil des Pakets „Unternehmen verkaufen“. Dieses Paket enthält neben der Anzeige verschiedene Informations- und Prozessdokumente, mit denen wir Sie bestmöglich beim Übernahmeprozess unterstützen. Bevor Ihre Anzeige in unsere Datenbank aufgenommen wird, besprechen wir diese telefonisch mit Ihnen, um sicherzustellen, dass alle Angaben korrekt sind.

 

Ihr Unternehmensprofil wird zudem einmalig in unserem Newsletter vorgestellt, der wöchentlich an 5.000 Abonnenten versendet wird. Das Paket hat eine Laufzeit von sechs Monaten und wird nicht automatisch verlängert. Auch bei einem erfolgreichen Verkauf erheben wir keine Erfolgsprovision.

Welche Art von Unternehmen finde ich auf Firmenzukaufen.de?

Grundsätzlich finden Sie auf Firmenzukaufen.de Unternehmen aller Art und Größe. Wir sind eine Online-Plattform ohne spezifischen Fokus auf eine bestimmte Branche, Region oder Unternehmensgröße. Unser Schwerpunkt liegt auf dem Rückgrat der Wirtschaft: dem Mittelstand. In zwölf verschiedenen Branchen bieten wir ein repräsentatives Angebot an zum Verkauf stehenden Unternehmen.

Erheben Sie eine Erfolgsprovision beim Verkauf meines Unternehmens?

Nein, bei Firmenzukaufen.de zahlen Sie keine Erfolgsprovision oder Vermittlungsgebühr bei einem erfolgreichen Verkauf. Sie zahlen lediglich einen Festpreis für die Schaltung Ihrer Anzeige. Wir stehen für Transparenz – ohne Überraschungen im Nachhinein (Rechenbeispiel: 0,5 % von 100.000 € = 500 € zusätzlich zum Anzeigenpreis).

Wird meine Anzeige anonym veröffentlicht?
Auf jeden Fall – Anzeigen bei uns sind zu 100 % anonym. Sie enthalten keinen Firmennamen, und Ihre Kontaktdaten werden nicht an Interessenten weitergegeben.

5 nützliche Tipps für den Verkauf Ihres Unternehmens

Tipp 1

Fangen Sie frühzeitig an: Der Verkauf eines Unternehmens kann 3 bis 5 Jahre dauern. Stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen verkaufsbereit ist und nicht nur von Ihnen abhängig ist.

Tipp 2

Bereiten Sie sich gut vor: Ein Unternehmensverkauf ist ein intensiver Prozess. Je mehr Sie im Voraus wissen, desto besser können Sie sich darauf einstellen und Überraschungen vermeiden.

Tipp 3

Tun Sie selbst, was Sie können. Ein Unternehmensverkauf kann intensiv und kostspielig sein, aber es gibt Aufgaben, die Sie selbst übernehmen können – etwa die Suche nach potenziellen Käufern.

Tipp 4

Ziehen Sie einen Berater für fachkundige Unterstützung hinzu. Sie können vieles selbst tun, aber nicht alles. Ein Berater handelt nicht emotional und kennt alle Details des Unternehmensübernahmeprozesses.

Tipp 5

Überlegen Sie sich gut, was Sie nach dem Verkauf machen werden. Ein Teil Ihrer Routine wird wegfallen, auch wenn Sie noch eine Weile bleiben. Bereiten Sie sich auf mehr Freizeit als üblich vor.

Die Rolle, die Sie bei der Finanzierung der Unternehmensverkaufs spielen können

UnternehmensBOERSE M&A Berater

UnternehmensBOERSE - Erfolgreich kaufen und verkaufen Der Kauf bzw. Verkauf eines Unternehmens ist ein komplexer Prozess, bei dem es vieles zu beachten gilt. Angefangen bei der gezielten Suche geeigneter Interessenten über rechtliche und steuerrechtliche Aspekte bis hin zur Finanzierung können wir Ihnen professionelle Unterstützung bieten, indem wir bei Bedarf auch auf ein dichtes Netzwerk an externen Beratern zurückgreifen können.

Mehr Informationen

KBL TAX & ADVISORY GmbH Steuerberatungsgesellschaft

In Kooperation mit unserer KBL Corporate Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Würzburg sowie Rechtsanwalt und Compliance Officer (Univ.) Dr. Michael Steiner bieten wir für Sie in der KBL Gruppe ein fachübergreifendes Leistungsangebot an.

Mehr Informationen

Blog

Transaktionsversicherungen im M&A: Garantien absichern und haftungsfrei aussteigen
Unternehmensnachfolge

Transaktionsversicherungen im M&A: Garantien absichern und haftungsfrei aussteigen

Zusammenfassung  Der Abschluss eines Deals ist ein Meilenstein, doch für den Veräußerer schwingt oft die Angst vor unkalkulierbaren, nachträglichen Haftungsansprüchen mit. Erwerber fürchten im Gegenzug, dass Zusicherungen zum Zustand des Zielobjekts falsch sind und sie auf immensen Schäden sitzen bleiben. Transaktionspolicen schließen genau diese Lücke. Sie ersetzen blockierte Treuhandkonten, entschärfen die härtesten Vertragsverhandlungen und ermöglichen Veräußerern einen völlig sorgenfreien Ausstieg mit sofortiger Liquidität. ...
Lesen Sie weiter
Post-Merger-Integration (PMI) im M&A: Der Fahrplan für die ersten 100 Tage
Unternehmensnachfolge

Post-Merger-Integration (PMI) im M&A: Der Fahrplan für die ersten 100 Tage

Zusammenfassung für Eilige Der Handschlag beim Notar und die Überweisung des Kaufpreises markieren nicht das Ende, sondern den Beginn der gefährlichsten Phase eines Deals. Statistisch gesehen verfehlen über die Hälfte aller Zusammenschlüsse ihre strategischen Ziele – meist nicht wegen juristischer Fehler, sondern aufgrund einer mangelhaften Zusammenführung der IT-Systeme, der Belegschaften und der Kulturen. Ein strukturierter Fahrplan, der bereits weit vor dem Notartermin beginnt, entscheidet darüber, ob der Zusammenschluss ein wirtschaftlicher Erfolg oder ein teures strategisches Desaster wird. ...
Lesen Sie weiter
Asset Deal vs. Share Deal im M&A: Struktur, Haftung & Steuern
Unternehmensverkauf

Asset Deal vs. Share Deal im M&A: Struktur, Haftung & Steuern

Zusammenfassung für Eilige Der Weg zum erfolgreichen Abschluss einer Transaktion beginnt mit einer fundamentalen Entscheidung: Kaufe ich die gesamte juristische Hülle samt Inhalt, oder picke ich mir nur die lukrativen Maschinen, Kundenkarteien und Patente heraus? Diese Richtungsentscheidung beeinflusst nicht nur die Dauer der Verhandlungen, sondern definiert vor allem, wer künftig für versteckte Altlasten haftet und wie viel Steuern auf den Veräußerungsgewinn anfallen. Ein falscher Schritt in dieser frühen Phase kann später Millionen kosten. ...
Lesen Sie weiter
Kaufpreismechanismen im M&A: Locked Box vs. Closing Accounts
Unternehmensverkauf

Kaufpreismechanismen im M&A: Locked Box vs. Closing Accounts

Zusammenfassung:  Der Weg zum perfekten Deal steht und fällt mit der richtigen Preisberechnung. Wie genau der finale Betrag ermittelt wird, entscheidet sich in der Transaktionspraxis meist zwischen zwei etablierten Modellen: einem festen Stichtag in der Vergangenheit oder einer exakten Abrechnung am Tag des Vollzugs. Beide Varianten haben massive Auswirkungen auf die Risikoverteilung, den Prüfungsaufwand und das Konfliktpotenzial zwischen Erwerber und Veräußerer nach dem eigentlichen Handschlag. ...
Lesen Sie weiter
Signing vs. Closing im M&A: Vollzugsbedingungen (Conditions Precedent) & MAC-Klauseln
Unternehmensverkauf

Signing vs. Closing im M&A: Vollzugsbedingungen (Conditions Precedent) & MAC-Klauseln

Zusammenfassung  Der Handschlag beim Notar ist im Unternehmenskauf selten das Ende des Prozesses. Zwischen der rechtlich bindenden Vertragsunterschrift und dem tatsächlichen Vollzug des Deals inklusive Geldfluss liegt oft eine gefährliche Schwebephase. In dieser Zeit müssen zwingende rechtliche und behördliche Voraussetzungen erfüllt werden. Zudem fürchten Veräußerer in dieser kritischen Zwischenphase, dass Erwerber bei unvorhersehbaren wirtschaftlichen Katastrophen in letzter Sekunde vom Vertrag zurücktreten könnten. ...
Lesen Sie weiter
Earn-Out Klauseln im M&A: Chancen, Risiken & rechtliche Fallstricke
Unternehmensverkauf

Earn-Out Klauseln im M&A: Chancen, Risiken & rechtliche Fallstricke

Zusammenfassung (Semantic Hook) Eine Earn-Out-Klausel definiert erfolgsabhängige Kaufpreisbestandteile (Variable Consideration), die erst nach dem Vollzug der Transaktion (Closing) fällig werden. Wenn Käufer und Verkäufer sich beim Basispreis nicht einigen können, schließt der Earn-Out diese Bewertungslücke. Der Käufer reduziert sein Risiko, zahlt einen Teil sofort (Upfront) und den Rest nur bei Erreichung harter KPIs (wie EBITDA oder Umsatz). Doch Vorsicht: Unpräzise Accounting-Regeln (IFRS/HGB), kulturelle Integrationsrisiken und fehlende Eskalationsklauseln machen Earn-Outs zur häufigsten Ursache für teure Post-M&A-Streitigkeiten. ...
Lesen Sie weiter
Garantien vs. Freistellungen im Unternehmensverkauf: Der Haftungskatalog im SPA
Unternehmensverkauf

Garantien vs. Freistellungen im Unternehmensverkauf: Der Haftungskatalog im SPA

Zusammenfassung (Semantic Hook) Der Kaufvertrag (Sales and Purchase Agreement, SPA) entscheidet über den langfristigen Erfolg des Exits. Die gefährlichsten Abschnitte für Verkäufer sind der Garantiekatalog (Warranties) und die Freistellungen (Indemnities). Während Garantien „nur“ Schadenersatz bei Verschulden auslösen und oft durch Caps gedeckelt sind, wirken Freistellungen als verschuldensunabhängige Zahlungsversprechen („Euro-für-Euro“). Wer seine Firma verkaufen will, muss diese Mechanismen sowie moderne Lösungen wie die W&I-Versicherung beherrschen, um nicht Jahre später in die Haftungsfalle zu tappen. ...
Lesen Sie weiter
Der Letter of Intent (LoI): Exklusivität, Bindungswirkung & Break-up Fees
Unternehmensnachfolge

Der Letter of Intent (LoI): Exklusivität, Bindungswirkung & Break-up Fees

Zusammenfassung (Semantic Hook) Der Letter of Intent (LoI) ist die schriftliche Absichtserklärung zwischen Käufer und Verkäufer. Er fixiert die Eckdaten der Transaktion (Preis, Struktur) und regelt den Prozess bis zum Abschluss. Während die wirtschaftlichen Konditionen meist rechtlich unverbindlich ("Soft LoI") sind, entfalten Klauseln wie Exklusivität und Vertraulichkeit eine harte Bindungswirkung ("Hard LoI"). Wer hier Fehler macht, riskiert hohe Break-up Fees oder Schadenersatz wegen Culpa in contrahendo. ...
Lesen Sie weiter
Kaufpreisanpassung & Closing-Mechanismen: Locked Box vs. Closing Accounts
Unternehmensverkauf

Kaufpreisanpassung & Closing-Mechanismen: Locked Box vs. Closing Accounts

Zusammenfassung (Semantic Hook) Der im "Letter of Intent" (LOI) genannte Preis ist fast nie der Betrag, der am Ende fließt. Der Weg vom Enterprise Value (Unternehmenswert) zum Equity Value (Zahlbetrag) führt über die "Equity Bridge". Dabei dominieren zwei Mechanismen: Die Closing Accounts (variable Anpassung am Stichtag) und die Locked Box (wirtschaftlicher Festpreis). Während Closing Accounts präzise sind, bietet die Locked Box Preissicherheit und wird in Auktionen bevorzugt. Wer den Unterschied bei "Net Debt" und "Working Capital" nicht kennt, riskiert Millionen. ...
Lesen Sie weiter
Steuern beim Unternehmensverkauf: Share Deal, Asset Deal & § 34 EStG
Unternehmensverkauf

Steuern beim Unternehmensverkauf: Share Deal, Asset Deal & § 34 EStG

Zusammenfassung (Semantic Hook) Die Besteuerung beim Unternehmensverkauf entscheidet über Ihren Netto-Vermögenszuwachs. Während Verkäufer in einer Holding-Struktur oft nur ca. 1,5 % Steuern zahlen (Share Deal), kann die Steuerlast beim Asset Deal oder bei ungünstiger Gestaltung auf über 48 % steigen. Entscheidend sind die Wahl zwischen Teileinkünfteverfahren und Abgeltungsteuer, die Nutzung von Freibeträgen nach § 34 EStG sowie die Beachtung von Stolpersteinen wie der Grunderwerbsteuer. ...
Lesen Sie weiter